Unser Erlebnis beim Wutstock Wutraum

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Worum geht’s hier eigentlich?

Dieser Wutraum in Wien nahe dem Hauptbahnhof verbindet Action, Stressabbau und jede Menge Spaß zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Mit Schutzausrüstung, eigener Musik und verschiedenen Werkzeugen wird Geschirr zerschlagen, Anspannung losgelassen und Energie freigesetzt. Ideal für Freund*innen, Paare oder alle, die Dampf ablassen und etwas Neues ausprobieren möchten.

Erst mal ankommen und runterkommen

Dieses Mal haben wir in Wien einen Wutraum ausprobiert, und zwar in der Nähe des Hauptbahnhofs. Für uns war dieser öffentlich leicht zu erreichen und schon bei der Hinfahrt hat sich in der Straßenbahn und Schnellbahn eine leichte Wut aufgebaut. Wiener wissen was wir meinen 😊.

Bereit für den ersten Schlag

Erster Schlag auf das Geschirr beim Wutstock Wutraum

Den Wutraum selbst haben wir schnell gefunden und wurden herzlich begrüßt. Es gab eine kurze Einschulung über den Ablauf und die ersten Fragen wurden beantwortet. Danach haben wir unsere Ausrüstung bekommen. Plastikhandschuhe und dicke Arbeitshandschuhe sowie einen Ganzkörperanzug und einen Sicherheitshelm. Auch wenn der Helm zu groß sein sollte, wissen die Mitarbeiter sofort eine Lösung, sodass auch im Fall von Babsy’s kleinem Kopf der Helm optimal saß. Mit unserer Schutzkleidung und den festen Schuhen – eine dicke Schuhsohle ist wirklich sehr zu empfehlen, begaben wir uns zur nächsten Station.

Hier bei den Arbeitsgeräten – neben dem erwarteten Baseball Schläger und Brecheisen gab es noch eine Auswahl aus Hammer und einer kleinen Steinschleuder. Man darf und soll sogar alles benutzen und ausprobieren, denn jedes fühlt sich anders an.

Musik an, Wut raus

Dann haben wir noch eine Bluetooth Box bekommen, um unsere Musik vom Handy in der passenden Lautstärke und dem Ambiente entsprechend abspielen zu können. Natürlich haben wir davor noch Fotos gemacht, denn dieser spannende Moment gehört ja festgehalten.

3 Kisten voller Geschirr, wie Teller, Häferl, Schüsseln aber auch Vasen und Dekofiguren erwartete uns im Rage Room. Dort war schon eine Pyramide aus verschiedenen Porzellanteilen aufgebaut, damit wir eine Vorstellung bekamen, wie man am besten zuschlägt und um gleich loszulegen.

Scherben, Schweiß und gute Laune

Babsy war voll motiviert und hatte die Ehre den ersten Schlag auszuführen. Wir warfen uns gegenseitig das Geschirr hoch, um sie mit dem Baseballschläger zu zerschlagen und zertrümmerten Teller auf der gegenüberliegenden Wand wie Diskuswerfer. Mit der richtigen Musik macht das ganz großen Spaß und wir haben gelacht, gebrüllt, getanzt und gesungen. Alles raus gelassen, was so an Anspannung und Ärger in uns gesteckt ist. Wow, da wird schon einiges an Energie frei, auch wenn man sich gar nicht bewusst ist, wie viel unterdrückte Gefühle da in einem stecken. Hier in dem geschützten Raum kannst du sie loslassen. Hier hört und sieht dich keiner (außer die Person, die mit dir im Raum ist 😉) Was für einen Spaß macht das yeah!

Der Raum mit Kisten und Geschirr beim Wutstock Wutraum

Mehr als nur Zerstörung

Es hingen Flaschen an Schnüren, die wir mit der Schleuder zerlegt haben und immer wieder haben wir die noch intakten Teile aus dem Haufen wieder rausgenommen und nochmal geworfen. Eine echte Schweißarbeit, vor allem da man ja auch vor dem Gesicht noch so ein Gitter vom Helm hat, da wird es schon ganz schön warm. Nach ca. 30 Minuten gab es eine Trinkpause und wir haben wieder die Arbeitsgeräte gewechselt. Mussten ja noch einiges ausprobieren.

So hat sich der Besuch angefühlt

Am Ende waren alle Kisten geleert und jedes einzelne Geschirr zerstört. Babsy haben manche Dekoteile so gefallen, dass sie diese am liebsten mitgenommen hätte – aber ich konnte Sie überreden es doch lieber zu werfen und zu zerschmettern. Nachdem wir alle Werkzeuge wieder zurückgelegt hatten, waren wir müde und verschwitzt, aber wir fühlten uns befreiter und glücklich. Wie nach einem Workout 😂.

Es gab noch ein nettes Gespräch mit den Mitarbeitern, wo wir erfahren haben, dass 90% der Besucher Frauen sind, die diesen Wutraum nutzen. Hätten wir nicht gedacht, aber nachdem wir es ausprobiert haben, war es klar. Männer zerlegen lieber die größeren Dinge wie Möbel und Autos. Dafür gibt es auch eine Möglichkeit, aber das machen wir dann beim nächsten Mal.